Wir reisen mit zwei Campingtischen. Beide haben uns schon viele Reisen begleitet. Frühstück am See, Spieleabende im Vorzelt, schnelle Kaffeepausen unterwegs. Aber irgendwann war bei einem der beiden Tische klar: Schön ist anders.
Kratzer, Flecken, Gebrauchsspuren – funktional ja, aber gemütlich und zu unserem Stil passend? Nicht wirklich.
Also haben wir uns gefragt: Kann man einen Campingtisch einfach selbst verschönern?
Spoiler: Ja. Und es ist einfacher als gedacht. Wir haben dem Tisch, der ursprünglich mal eine weiße Tischplatte hatte, nun schon zwei Mal ein neues Leben eingehaucht.
Hier zeigen wir euch Schritt für Schritt, wie wir unseren Campingtisch mit selbstklebender Möbelfolie in Holzoptik neu gestaltet haben.
Warum selbstklebende Folie für den Campingtisch?
Gerade beim Camping wollen wir es praktisch, leicht und unkompliziert. Ein neuer Tisch? Teuer. Streichen? Aufwendig. Abschleifen? Keine Lust.
Selbstklebende Folie hat für uns mehrere Vorteile:
- ✔ günstig
- ✔ schnell angebracht
- ✔ rückstandslos entfernbar
- ✔ große Auswahl an Designs
- ✔ perfekt für glatte Oberflächen
Wir haben uns für eine helle Holzoptik entschieden – das wirkt direkt wärmer und gemütlicher.
Das braucht ihr
Für unser DIY-Projekt haben wir nur wenig Material benötigt:
- selbstklebende Möbelfolie (z. B. Holzoptik) aus dem Baumarkt, von Action oder aus dem Onlinehandel
- Cuttermesser oder Schere
- Rakel oder alte Bankkarte
- Sprühflasche mit Wasser + etwas Spülmittel oder (unsere Geheimwaffe) Glasreiniger
- sauberes Tuch
Mehr nicht.
Schritt-für-Schritt: Campingtisch folieren
1. Tisch gründlich reinigen
Bevor ihr loslegt, muss die Oberfläche absolut sauber und fettfrei sein.
Wir haben den Tisch erst feucht abgewischt und anschließend gründlich getrocknet.
Das ist wichtig, damit die Folie später wirklich hält.
Da wir dem Tisch bereits ein zweites Makeover verpasst haben musste die alte Folie zunächst runter. Sie ließ sich mit etwas Knibbeln ganz gut wieder abziehen. Anschließend erfolgte die oben beschriebene Grundreinigung.
2. Folie zuschneiden
Die Folie haben wir großzügig zugeschnitten – lieber etwas mehr Rand lassen. Überstehende Ränder lassen sich später sauber abschneiden.
3. Folie auflegen und glattstreichen
Jetzt wird’s spannend:
Schutzfolie Stück für Stück abziehen und die Möbelfolie langsam auflegen.
Mit einer Bankkarte haben wir die Folie von der Mitte nach außen glattgestrichen. So entstehen keine Blasen. Wer hat, kann sonst aber auch einen Rakel oder ein Lineal nutzen.
Kleine Luftblasen? Kein Problem. Die lassen sich meist einfach rausdrücken. Falls nicht hilft es, sie mit einer Nadel einzustechen und anschließend glatt zu streichen.
4. Überstehende Ränder abschneiden
Mit einem scharfen Cuttermesser haben wir die Kanten sauber abgeschnitten.
Wichtig: Nicht zu fest drücken, damit ihr die Tischkante nicht beschädigt. Wer kein Cuttermesser dabei hat kann sich natürlich auch mit einem Tacshenmesser o.ä. behelfen.
Unser Fazit: Lohnt sich das?
Definitiv.
Unser Campingtisch sieht jetzt nicht nur moderner aus – er fühlt sich auch direkt gemütlicher an. Gerade im Vorzelt macht das Design richtig etwas her.
Und das Beste:
Das Ganze hat keine halbe Stunde gedauert.
Für uns ist das eine der einfachsten Möglichkeiten, dem Camping-Equipment ein kleines Upgrade zu verpassen.
Hält das auch beim Camping?
Ja – mit ein paar Hinweisen:
- Die Oberfläche sollte möglichst glatt sein.
- Keine extreme Dauer-Nässe.
- Kanten gut andrücken.
- Beim Transport nichts scharfkantiges darüberziehen.
Wir nutzen den Tisch ganz normal weiter – bisher hält alles problemlos. Und wenn die Folie doch mal unschön aussehen sollte, bekommt der Tisch von uns ein drittes Makeover mit einem neuen Design verpasst.
Alternative Ideen für euren Campingtisch
Falls ihr es individueller mögt:
- Betonoptik
- Fliesenmuster
- Herringbone-Design
- Dunkle Holzmaserung
- Marmoroptik
Gerade beim Camping darf es ruhig gemütlich sein – schließlich verbringen wir viel Zeit draußen.
Unser Tipp für Camping-DIY-Projekte
Man muss nicht immer alles neu kaufen.
Oft reicht eine kleine Veränderung, um Altes wieder richtig schön zu machen.
Und genau das lieben wir am Camping:
Einfach machen. Improvisieren. Verschönern.

