Draußen sitzen gehört für uns einfach zum Camping dazu. Egal ob morgens mit dem ersten Kaffee oder abends, wenn die Sonne langsam hinter den Wohnwagen der Nachbarn verschwindet und die ersten Lichterketten angehen – der Platz vor dem Wagen ist unser Lieblingsort. Und genau deshalb haben wir uns schon oft gefragt, wie wir diesen Bereich am besten nutzen können.
Im Laufe unserer Reisen haben wir verschiedene Lösungen ausprobiert, beobachtet und von anderen Campern gelernt. Manche Dinge haben sich bewährt, andere eher nicht. Und manches kennen wir zwar nicht aus eigener Nutzung, sehen es aber regelmäßig bei Nachbarn auf dem Platz. Wofür eignet sich also was? Wir geben eine erste Orientierung.
Unser Klassiker: das Sonnensegel
Das Sonnensegel begleitet uns schon lange. Vor allem dann, wenn wir nur ein paar Tage bleiben oder auf der Durchreise sind, ist es für uns einfach unschlagbar. Ankommen, Segel (und ggf. Seitenwände) einziehen, Stühle raus – fertig. Genau das lieben wir daran.
Es fühlt sich leicht an, offen und unkompliziert. Gerade an warmen Tagen reicht uns oft ein schattiger Platz völlig aus. Wir sitzen draußen, haben Luft und Licht und trotzdem Schutz vor der Sonne. Klar, bei schwerem Unwetter merkt man schnell die Grenzen. Aber für viele unserer Reisen passt es einfach perfekt zu unserem eher spontanen Campingstil. Und von fehlender Gemütlichkeit kann keine Rede sein.
Das Vorzelt – wenn wir länger bleiben
Ganz anders ist es, wenn wir wissen: Hier bleiben wir ein paar Tage mehr. Dann kommt das Vorzelt ins Spiel. Der Aufbau dauert länger, keine Frage. Aber sobald alles steht, verändert sich der ganze Platz.
Plötzlich gibt es diesen zusätzlichen Raum. Einen Ort, an dem Schuhe landen, nasse Jacken trocknen oder man sich auch bei schlechtem Wetter noch draußen aufhalten kann. Gerade an kühleren Abenden oder bei wechselhaftem Wetter möchten wir das Vorzelt nicht missen. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Puffer zwischen drinnen und draußen – und macht den Stellplatz insgesamt wohnlicher.
Luft oder Stangen – eine Frage des Tempos
Über die Zeit haben wir sowohl Varianten mit klassischen Stangen als auch Luftsysteme genutzt. Und ehrlich gesagt: Beides hat seine Daseinsberechtigung.
Die Stangen fühlen sich stabil an, fast schon vertraut. Dafür braucht es etwas mehr Geduld beim Aufbau. Die Luftvarianten hingegen sind unglaublich schnell einsatzbereit. Gerade nach langen Fahrtagen ist das ein echter Pluspunkt. Ein paar Handgriffe, einmal pumpen – und der Schattenplatz steht. Für uns entscheidet am Ende oft die Reiselänge und unsere eigene Energie am Ankunftstag.
Die Markise – beobachtet, nicht selbst genutzt
Eine eigene Markise haben wir nicht. Trotzdem begegnet sie uns auf nahezu jedem Campingplatz. Bei vielen unserer Nachbarn fährt sie mit wenigen Handgriffen aus, manchmal sogar elektrisch, und schafft sofort einen schattigen Platz vor dem Wohnwagen. Wenn dann auch noch Seiten- und Frontteile eingezogen werden entsteht ebenfalls ohne großen Zeitaufwand ein Vorzelt.
Wir finden das spannend, gerade wegen der Einfachheit. Besonders bei kurzen Stopps wirkt die Markise extrem praktisch. Für diesen Beitrag greifen wir deshalb auf Beispielfotos von anderen Campern zurück, die uns ihre Bilder netterweise zur Verfügung gestellt haben. So bekommst du trotzdem einen Eindruck davon, wie unterschiedlich Markisen genutzt werden – auch wenn wir sie selbst nicht im Einsatz haben.
Markise im Einsatz von @erna.live.laugh.camp:
Markise im Einsatz von @camping_delutz:
Unser Tipp: schaut unbedingt mal auf den Instagam-Profilen von @erna.live.laugh.camp und @camping_delutz vorbei um noch mehr Eindrücke von Markisen im Einsatz zu erhalten.
Unser Gefühl nach all den Reisen
Am Ende gibt es für uns nicht die eine perfekte Lösung. Es kommt darauf an, wie wir reisen, wie lange wir bleiben und worauf wir gerade Lust haben. Mal reicht uns ein einfacher Schattenplatz, mal möchten wir mehr Schutz und Raum.
Genau das macht Camping für uns aus: ausprobieren, beobachten, anpassen. Und manchmal auch einfach beim Nachbarn schauen, was dort gerade gut funktioniert.

